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Die letzten Sommerferien habe ich in den Schweizer Alpen, in der Nähe von St. Moritz im Kanton Graubünden verbracht. Mein Aufenthalt dauerte zwar nicht lange, war aber besonders gelungen, weil ich viele interessante Leute aus ganz Europa kennen lernen konnte. Ich bin dorthin mit meiner Clique gefahren: Wir nahmen unsere Zelte und Schlafsäcke mit und haben uns einen malerischen Zeltplatz gefunden. Den größten Teil des Proviants hatten wir auch mit, da die Lebensmittel in der Schweiz besonders teuer sind. Jeden Tag standen wir morgen früh auf und wanderten in die Berge. Jedes Mal, wenn wir müde waren, dösten wir einige Zeit auf einer Wiese oder auf Felsen, die an einer sonnigen Stelle lagen. Sehr oft kauften wir den billigsten Wein und veranstalteten lustige Partys. Einige Male haben wir sogar im Freien übernachtet. Die Tage vergingen schnell. Eines Tages stellten wir fest, dass wir zu wenig Geld haben, um Rückfahrkarten zu kaufen, darum musste wir per Anhalter fahren, was fast drei Tage gedauert hat. Ich kam trotzdem sehr zufrieden nach Hause zurück. Meine Stadt Dzierżoniów (bis 1945 Reichenbach) liegt am Fuß des Eulengebirges an einem kleinen Fluss, der Peile heißt. Es ist die drittgrößte Stadt in der alten Woiwodschaft Wałbrzych (Waldenburg) und hat im Moment etwa 40 000 Einwohner. Haushaltshilfe aus Polen. Dzierżoniów hat eine reiche Geschichte: Die Stadtrechte bekam es im 13. Jahrhundert und wurde schnell zum Zentrum mitteleuropäischer Textilindustrie. 1790 wurde in Dzierzoniow die sogenannte Konvention von Reichenbach zwischen Preußen und Österreich (Abschluss im Wohnhaus des Kaufmanns von Sadebeck) unterzeichnet. Betreuung aus Polen. Dieser Vertrag schloss den fünfzigjährigen Krieg zwischen den beiden europäischen Mächten. Am 27. Juni 1813 kam es in Reichenbach zu einem Koalitionsvertrag zwischen Preußen, Russland und Österreich gegen Napoleon. In den Jahren 1815-20 wurde die Stadt vorübergehend Sitz eines vierten schlesischen Regierungsbezirkes. 1844 fand in der Nähe von Dzierzoniow, das heißt in Bielawa (Langenbielau) und Pieszyce (Peterswaldau) zu dem berühmten Weberaufstand, der von Gerhart Hauptmann in seinem Drama "Die Weber" beschrieben wurde. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Dzierżoniów keine Kriegszerstörungen. Nach dem Krieg entwickelte sich hier sehr rasch die elektronische Industrie (besonders der in ganz Polen bekannte Betrieb "Diora"). Altenpflege aus Polen. Nach der Machtübernahme von 1989 ging jedoch dieser Industriezweig unter. In der Stadt gibt es einige interessante Architekturdenkmäler: die Sankt Georg-Kirche, die ehemalige Augustinerkirche mit dem Augustinerkloster, die so genannte "Langhans-Kirche" (erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts von Carl-Gotthard Langhans, dem Errichter des Brandenburger Tors in Berlin). Die Stadt besitzt noch den inneren und den äußeren Mauerring, zwei gut erhaltene Wassertürme sowie das Rathausgebäude. Ich habe meine Stadt gern, weil sie nicht allzu groß ist.
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